Bewerbung

Erfolgreiche Bewerbungsunterlagen

Bewerben! Klar! Aber wie? Was genau gehört alles zu einer erfolgreichen Bewerbung? Traditionell besteht eine vollständige Bewerbung aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Soweit so gut. Bei modernen Bewerbungen, beispielsweise via App, reicht oftmals allein ein Lebenslauf. Und bei einer Bewerbung via Xing reicht für die Bewerbung vielleicht allein das Profil auf dieser Plattform. Welche Form die Bewerbung annehmen soll, wird immer offen kommuniziert, somit muss man sich bei jeder Ausschreibung individuell informieren. In jedem Fall ist es wichtig, relevante Keywords in die Bewerbung zu integrieren. Was ist damit gemeint? Wenn man Stellenanzeigen intensiv durchliest, so wird man erkennen, dass bestimmte Begriffe offensichtlich wichtiger sind, als andere Begriffe. Formulierungen mit hoher Relevanz, z. B. „sehr gute Englischkenntnisse erforderlich“, sollten sich dann auch in den Bewerbungsunterlagen wiederfinden. An dieser Stelle sei aber auch gesagt, dass es kein Weltuntergang ist, wenn gewisse Anforderungen nicht erfüllt werden. Sollte es sich dabei um keine Ausschlusskriterien handeln, lohnt es sich, trotzdem mal eine Bewerbung zu verschicken. Es gibt nichts zu verlieren und möglicherweise überzeugen andere Inhalte der Bewerbung.

Anschreiben und Motivationsschreiben

An dieser Stelle soll kurz der Unterschied zum Motivationsschreiben vorgestellt werden. Während ein Anschreiben (max. 1 Seite) sich auf eine berufliche Stellenbeschreibung bezieht oder im Rahmen einer Initiativbewerbung verschickt wird, so wird ein Motivationsschreiben (ca. 2-3 Seiten) in der Regel von Hochschulen angefragt, um die ausgeprägte Motivation einer Studienplatzbewerbung zu verstehen.

Zurück zum Lebenslauf, bei dem 1-2 Seiten völlig ausreichend sind. Wichtig ist, dass auch im Lebenslauf relevante Keywords vermittelt werden und nicht der Anfang vom Lebenslauf bereits bekannte Informationen wie Adresse oder unnötige Daten wie das Alter der Eltern oder deren Vornamen auflistet. Auf der Basis vom Kompetenzprofil gilt es, für Empfänger spannende Informationen vorzustellen, beispielsweise besondere Stärken, Lieblingsfächer oder Praktika-Erfahrungen, die in Zusammenhang mit der Stellenausschreibung stehen.

Traditionelle Lebenslauf-Kapitelüberschriften lauten: „Persönliche Daten“ (z. B. Geburtsdatum), „Berufspraxis“ (z. B. Praktika), „Ausbildung“ (z. B. Schulbildung) und „Sonstiges“ (z. B. Sprachkenntnisse). Des Weiteren etablieren sich immer häufiger Kategorien wie „ehrenamtliche Tätigkeiten“ sowie „Kernkompetenzen“.

 

Quelle: Twitter

 

Bewerbungsfoto und Anhang

Noch vor dem Lebenslauf kann übrigens ein Deckblatt stehen, auf dem das Bewerbungsfoto sowie ein Kurzprofil (z. B. wichtige Stärken, Soft Skills) präsentiert werden. Ein Bewerbungsfoto ist heutzutage kein Muss-Kriterium mehr. Wenn jedoch ein Foto verwendet wird, so ist es wichtig, dass das Bild die eigene Persönlichkeit gut vermittelt, beispielsweise Offenheit oder Belastbarkeit zeigt. Ein Foto muss übrigens nicht im Fotostudio entstehen, sondern kann auch vor einem beruflich passenden Bauwerk, in der Natur oder den Bewerber/die Bewerberin am Arbeitsplatz (z. B. im Nebenjob oder im Praktikum) zeigen.

Am Ende der Unterlagen sind die Zeugnisse und Zertifikate im Anhang nicht zu vergessen. Hier bitte in Abhängigkeit der Anforderungen der Stellenausschreibung stets nur die wirklich relevanten Dokumente anfügen. In der Regel sollten es nicht mehr als 5-7 Anhänge sein. Bei Bedarf kann man ja jederzeit auch Unterlagen bei der Firma nachreichen.

Wenn eine Bewerbung via Firmenhomepage ansteht, so gilt es hier genau die Firmen-Vorgaben einzuhalten. In der Regel werden Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse in ein zentrales PDF-Dokument verpackt. Jedoch, manche Firmen wünschen sich alles einzeln und dann gilt es, sich daran zu halten. Bitte in jedem Fall (also auch bei einer E-Mail-Bewerbung) dem PDF-Dokument einen passenden Namen geben und nicht einfach nur „Lebenslauf.pdf“ oder „Bewerbung.pdf“. Sinnvoll ist die Verbindung von Name und Datum, z. B. Bewerbung_Tim_Torfmann_17042023.pdf.

 

Bewerbung via Apps

Für die Bewerbung via App gibt es unzählige App-Anbieter, wobei die generell bekannten Namen wie Stepstone, Indeed oder Xing für eine Vielzahl an Bewerbungen einen ersten guten Anlaufpunkt darstellen. Wichtig ist, dass man seinen Lebenslauf als PDF auf dem Handy gespeichert hat, um im Idealfall direkt aus der App heraus die Bewerbung zu versenden.

Ein Trend, der bereits seit einigen Jahren existiert, ist die Bewerbung via Video. Hier hat man in ca. 1 Minute die Chance, sich authentisch vorzustellen (Stichwort: Kompetenzprofil). So ein Video kann man wunderbar mit dem Handy trainieren und auch im Freundeskreis ein Feedback erhalten. Feedbacks, wie sie auch bei den schriftlichen Unterlagen eine gewisse Qualität sicherstellen können. Entscheider und Entscheiderinnen berichten immer wieder, dass sie sehr gute Erfahrungen mit Bewerbungsvideos gemacht haben, ihr Interesse geweckt wurde und sie die Bewerbenden so auf eine spezielle Art und Weise kennenlernen konnten. Diese Form der Vorstellung wird immer häufiger eingesetzt, ist aber dennoch eher selten. Somit bringt ein Bewerbungsvideo bereits den Vorteil, sich aus der Masse hervorzuheben. Zudem können gleich Eigenschaften wie Offenheit, Kreativität, Ehrgeiz und Mut mit dieser Entscheidung verbunden werden.

Zum Schluss noch ein Wort zu kreativen Bewerbungen. Kreativität kann sich in unterschiedlicher Weise ausdrücken, z. B. Farbe für die Schriftart, gewählte Schriftart oder ganz individuell durch die Gestaltung vom Lebenslauf wie eine Speisekarte, wenn man sich als Koch/Köchin bewirbt. Wichtig ist, dass man seine Zielgruppe kennt und die eigenen Kompetenzen in passender Weise vorgestellt werden. Manche Firmen werden mit Kreativität überfordert sein, z. B. bei konservativ orientierten Firmen und Branchen. Manche Firmen werden sich über Kreativität freuen, z. B. in der Medienbranche.

 

Quelle: Twitter