Wer bin ich? Und wer bin ich, wenn es um meine beruflichen Stärken geht? Die Antwort liefert ein sogenanntes Kompetenzprofil. Dieses gibt bei der Bewerbung mit ca. 5-10 Stichpunkten (manchmal auch ausführlicher) konkret Auskunft zu beruflichen Faktoren wie Stärken, Schwächen, Interessen, Fähigkeiten, Zielen sowie Persönlichkeitsmerkmalen. Oder anders formuliert: Ein Kompetenzprofil ist die Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung. Gleichzeitig ist ein Kompetenzprofil nicht statisch. Wir ändern uns und unser Kompetenzprofil ändert sich ebenfalls im Laufe der Zeit.
Für die Arbeitswelt ist ein Kompetenzprofil deshalb relevant, weil Führungskräfte möglichst genau wissen wollen, ob jemand genau zur Stellenausschreibung passt, wie jemand ideal ins schon vorhandene Team integriert werden kann.
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Schauen wir uns die Begrifflichkeiten etwas genauer an. Kompetenzen werden vor allem dann sichtbar, wenn wir in Situationen kommen, die für uns neu und herausfordernd sind. Es handelt sich dann um Situationen, in denen wir auf vorhandenes Wissen oder erlernte Praktiken nicht zurückgreifen können. Somit festigen sich also Kompetenzen durch konkrete Erfahrungen.
Grundkompetenzen können hierbei unterteilt werden in personale (z. B. Motivation, Ausdauer), soziale (z. B. Teamorientierung), kognitive (z. B. Zahlenverständnis) sowie methodische (z. B. Planungsfähigkeit).
Am Ende des Tages geht es beim Kompetenzprofil nicht nur um unsere Sicht der Dinge, sondern auch um ein authentisches Fremdbild. Hierzu kann man beispielsweise Tests machen oder auch sich vom Umfeld eine Rückmeldung geben lassen.
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Zum Kompetenzprofil gehört außerdem, dass wir nicht nur die eigenen Stärken und Schwächen kennen, sondern natürlich auch unserem Umfeld vermitteln bzw. kommunizieren können. Die Frage nach den Stärken und Schwächen war viele Jahre ein Klassiker im Vorstellungsgespräch und wird zweifellos auch zukünftig, wenn auch vielleicht etwas anders formuliert, relevant bleiben. Wenn im Vorstellungsgespräch gefragt wird nach eigenen Fehlern, Verbesserungsmöglichkeiten oder Situationen, in denen man gelobt wird, dann dreht es sich im Kern um die individuellen Stärken und Schwächen. Wobei, allgemeiner formuliert geht es um das individuelle Kompetenzprofil.
Die Vermittlung des eigenen Profils betrifft nicht nur die verbale Ebene. In der heutigen Zeit werden Bewerbungsunterlagen häufig von einer Software nach gewissen Keywords gescannt. Hier hilft auf der einen Seite das Kompetenzprofil, um authentisch passende Keywords zu identifizieren. Oder anders formuliert: Das Kompetenzprofil gibt einem die Möglichkeit, viele wichtige Schlagworte geballt zu sammeln. Es liefert einem damit eine größere Absicherung, bei einer möglichen Schlagwortsuche positiv aus der Masse herauszustechen. Abseits davon gilt es beim Kompetenzprofil stets auch die Erwartungen im Arbeitsmarkt zu berücksichtigen. Wir alle haben verschiedene Stärken. Es gilt für das berufliche Kompetenzprofil genau die Stärken hervorzuheben, die bei Arbeitgebern auch auf Interesse stoßen.
Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass Kompetenzen natürlich auch entwickelt werden können. Das bedeutet, dass eine aktuelle Momentaufnahme zu unserem Kompetenzprofil eben nur eine Momentaufnahme ist. Wer noch nicht über eine ausgeprägte Teamorientierung verfügt, kann durch bewusst gewählte Erfahrungen, z. B. beim Sportverein, Ehrenamt oder Nebenjob, hierbei wachsen bzw. hierbei Schritt für Schritt besser werden. Offenes Potential und das Bestreben, neue Kompetenzen zu erlernen sollte ebenfalls kommuniziert werden, da auch diese Motivation Pluspunkte bringt.