Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch ist die letzte wichtige Hürde auf dem Weg zum Job bzw. zur Ausbildung. Inhaltlich geht es beim Vorstellungsgespräch in erster Linie um die Persönlichkeit des Bewerbers, da die generellen Anforderungen ja bereits in den Bewerbungsunterlagen sichtbar sind. Wichtige Kriterien sind somit die Körpersprache, die Stimme, das Outfit sowie natürlich die Antworten auf die Fragen der Personalverantwortlichen. Obgleich hierbei theoretisch unzählige Fragevarianten denkbar sind, so konzentrieren sich viele Vorstellungsgespräche auf das Bewerberprofil, die Motivation für die Bewerbung sowie die Eignung für die Stelle. Weitere Fragen fokussieren häufig die Stärken/Schwächen des Kandidaten, dessen Erwartungen an die ausgeschriebene Position, den allgemeinen Kenntnisstand über den Arbeitgeber sowie die Freizeitinteressen des Bewerbers. Nicht zu vergessen sind am Ende eines Vorstellungsgesprächs die eigenen Fragen des Bewerbers: Was sind die ersten Arbeitsaufgaben? Wie wird Leistung beurteilt? Welche Rahmenbedingungen gelten bei Urlaub und Gehalt?

Networking

Der altbekannte Spruch „Kontakte schaden nur dem, der keine hat“ gilt auch heute noch. Doch wie sollte man als Schüler berufliches Networking anstreben? Am Anfang steht die Beschäftigung mit den eigenen Stärken. Worin bin ich gut? Was mache ich mit links? Wofür werde ich häufig gelobt? Hieran anknüpfend könnte man Praktika auswählen, die zu diesen Stärken passen. Und spätestens nach diesen passenden berufspraktischen Erfahrungen wird das berufliche Networking viel einfacher, denn beim Praktikum haben wir neue berufliche Kontakte knüpfen können. Doch Netzwerke sollten auch gepflegt werden. Ein nützliches Tool ist hierfür Xing bzw. für den internationalen Arbeitsmarkt LinkedIn. Beide Plattformen bieten unzählige Chancen, neue Kontakte zu finden, interessante Firmenansprechpartner (z. B. im Bereich Personal) zu recherchieren und das bestehende Netzwerk zu pflegen. Und die Bewerbung läuft heutzutage oftmals ebenfalls über Xing oder LinkedIn.

Praktikum

Berufspraktische Erfahrungen in Form von Praktika sind stets sehr empfehlenswert. Kurz gesagt helfen Praktika bei der Berufsorientierung, denn man kann erkunden, welche Arbeiten in bestimmten Berufen typisch sind und gleichzeitig kann man die eigenen Stärken in der Arbeitswelt erproben. Manchmal hat man gewisse idealisierende Vorstellungen von einem Job, z. B. Polizist, Koch, Arzt oder Rechtsanwalt. Doch diese Erwartungen an die Arbeitswelt müssen nicht immer mit der Realität übereinstimmen. Und deshalb helfen Praktika bei der beruflichen Orientierung, ob ein Job wirklich zu einem passt. Während manche Praktika nur wenige Tage gehen, so dauern andere einige Wochen. Zeit genug, um zu erkunden, welche berufliche Richtung in der Zukunft passend oder unpassend erscheint. Nicht zu vergessen: Praktika helfen auch das eigene berufliche Netzwerk abzubauen bzw. zu erweitern. Hier können wertvolle Kontakte geknüpft werden, die bei der späteren Bewerbung vielleicht wertvolle Tipps geben können.

Bewerbungsmappe

Die klassische per Briefpost verschickte Bewerbungsmappe hatte den inhaltlichen Aufbau: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Auch wenn diese Variante weiterhin von einigen Arbeitgebern (z. B. Behörden) erwartet wird, so ist der aktuelle Bewerbungsstandard die E-Mail. Hierbei sowie bei Bewerbungen über die Firmenhomepage verblasst jedoch zunehmend die Bedeutung des Anschreibens. Ja, es gibt sogar Firmen wie die Deutsche Bahn oder Otto Versand, die bei Azubi-Bewerbungen generell auf ein Anschreiben verzichten. Der Lebenslauf, der schon immer eine besondere Bedeutung hatte, rückt dann noch stärker in den Vordergrund. Wichtig ist, dass die Bewerbungsunterlagen für jede Bewerbung individuell erstellt werden, also vorher recherchiert wurde: Wer ist der Ansprechpartner? Welche Stärken werden erwartet? Wie sollte ich mich individuell präsentieren? Auf diese Aspekte sollte man Rücksicht nehmen und eine analoge oder digitale Bewerbungsmappe erstellen, die bei den richtigen Ansprechpartnern das eigene Profil eindrucksvoll sowie überzeugend präsentiert.

Internet und Social Media

Digitale Welten prägen nicht nur unseren Lebensalltag, sondern auch den Arbeitsalltag. Und hierzu gehören auch Social Media Portale. Doch in welcher Weise spielen Internet und Social Media bei Bewerbungen von Schülern eine besondere Rolle? Neben der E-Mail-Bewerbung und der Bewerbung über Firmenhomepages erlangen Portale Xing sowie LinkedIn zunehmend an Bedeutung. Beide Plattformen können als moderne Business Communities bezeichnet werden, bei denen man ein eigenes Profil zum beruflichen Werdegang erstellt und sich mit anderen Mitgliedern verlinkt. Dieses Profil fungiert wie eine Art Lebenslauf im Netz, der rund um die einsehbar ist und damit kontinuierlich Chancen eröffnen kann. Auch wenn dieser Trend für manche konservativ orientierten Firmen noch etwas neu ist, so ermöglichen mehr und mehr Firmen die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz via Xing und LinkedIn. Abseits hiervon erlangt Instagram beim beruflichen Selbstmarketing eine stetig wachsende Rolle. Mehr und mehr Arbeitgeber nutzen Instagram für Stellenanzeigen. Und Bewerber können nicht nur im Lebenslauf ein bestimmtes Hobby auflisten, sondern auch eindrucksvoll auf Instagram präsentieren.

Berufsorientierung

Berufsorientierung ist für viele Schüler eine besondere Herausforderung. Wenn man den Studien glaubt, so wissen nur ungefähr die Hälfte aller Schulabgänger wirklich genau, was sie zukünftig beruflich machen wollen. Und doch ist dies kein so genannter Beinbruch, denn Berufsorientierung ist ein Prozess. Hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern eine schrittweise Annäherung an mögliche Aufgabenbereiche, interessante Arbeitgeber oder passende Arbeitswelten. So wird beispielsweise in Werbeagenturen viel flexibler, dynamischer und pragmatischer gearbeitet, als in der Verwaltung oder einer Behörde. Aber dies kann man als Schüler im Prinzip erst durch eigene Erfahrungen (z. B. Praktika) erkennen, was jedoch bei der Vielfalt der Berufswege Zeit kostet. Zur Berufsorientierung gehört aber nicht nur die Firma oder die Beschäftigung mit typischen Arbeitsaufgaben. Es geht auch um die Arbeit im Team: Wie werden Aufgaben bearbeitet? Wie wird hierbei kommuniziert? Wie wird mit Fehlern umgegangen? Welche Rolle spielen Zeitdruck und Stress bei der Teamarbeit? All diese Fragen können durch passende Praktika oder Nebenjobs erkundet werden, um Schritt für Schritt dem eigenen Beruf näher zu kommen.

Auswahlverfahren

Berufliche und universitäre Auswahlverfahren werden eingesetzt, um zu einer fundierten, möglichst verlässlichen Einschätzung zu gelangen: Dieser Bewerber passt zu uns und wird die erwarteten Leistungen erbringen. Hierzu werden unterschiedliche Verfahren verwendet, die typischerweise auf anerkannten wissenschaftlichen Testverfahren basieren. Als Beispiele können Leistungs-, Persönlichkeits-, Wissens- und Kompetenztests genannt werden. Häufig werden hierbei Assessment Center durchgeführt, bei denen verschiedene Verhalten- und Arbeitsproben in Form von Einzel- und Gruppenaufgaben zu erbringen sind. Beliebte Elemente eines Assessment Centers sind (neben den genannten Tests) Präsentationsübungen, Rollenspiele, Postkorbaufgaben, Fallbeispiele sowie Gruppendiskussionen. Viele Auswahlverfahren können vorab trainiert werden, um mit den Abläufen sowie Anforderungen vertraut zu werden.