Zur Studienorientierung gehören zunächst einmal sehr ähnliche Details wie bei der Berufsorientierung. Dies macht auch Sinn, denn in der Arbeitswelt sehen wir natürlich Überschneidungen bei der Berufs- und Studienwahl. So gibt es Leute, die zunächst eine Ausbildung absolvieren, um später dann zu studieren. Auch gibt es Studenten/Studentinnen, die das Studium abbrechen, um eine Ausbildung anzufangen.
Neben digitalen Chancen zur Orientierung, beispielsweise Uni-Vorlesungen auf YouTube anzuschauen oder allgemeine oder fachspezifische Studienberatung via Webcam, sind auch hier wieder die traditionellen Wege ratsam. Einfach mal vor Ort zur Hochschule gehen, sich mit den Professoren/Professorinnen austauschen, mit Studenten/Studentinnen ins Gespräch kommen – all dies ist weiterhin sehr empfehlenswert. Nicht zu vergessen sind Chancen vor Ort bei speziellen Orientierungs/Info-Tagen sowie generell für die Öffentlichkeit freigegebene Uni-Vorträge oder Veranstaltungen, die sich bewusst an junge Leute im Rahmen der Studienorientierung richten. Aus diesem Grund ist es sehr ratsam, sich zu informieren, welche Orientierungsangebote Universitäten im Vorfeld liefern.
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Ebenfalls interessant: Es gibt bei manchen Universitäten spezielle Orientierungsphasen am Anfang des Studiums, beispielsweise an der FU Berlin. Hier kann man in unterschiedliche Studiengänge hineinschnuppern und sogar Leistungsnachweise erarbeiten, die später für das finale Studium anerkannt werden können. Der Wechsel eines Studiengangs bzw. das Scheitern ist auch hier kein Beinbruch, denn BAföG wird (wenn alle relevanten Voraussetzungen erfüllt werden) auch nach einem Studiengangswechsel bis zum Ende des neu gewählten Studiums gezahlt. Das große Thema Bafög ist sehr komplex. Zudem sieht man sich an jeder Universität mit spezifischen Regelungen konfrontiert. Fragen zu einer möglichen Berechtigung sowie weiteren Regeln während des Studiums klärt das Amt für Ausbildungsförderung an der jeweiligen Universität.
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